Wie weiterbauen? – Landschaftliche Infrastruktur und Organisation über die Mitte
So geschlossen die Komposition der Anlage selbst erscheint, ist sie bereits heute in übergreifende Grünelemente eingebunden. Die lateralen Wege und Baumreihen am Erdwall sind fähig, die kommenden Volumen in eine neue Gesamtanlage einzubinden und sollen in der Hierarchie gestärkt werden.
Als zweites Element der Erweiterungsstategie sehen wir eine dem Ensemble inhärente Organisation über die Mitte, die als lockere Symmetrie auftritt und über Querbezüge mit den seitlichen Strukturen vielfältig verbunden ist: Der rechteckige, vom Umgang gefasste Hofraum und der kleinere Hof mit der kreisförmig überlagerten Baumpflanzung wird über die Mitte mit einem neuen Aussenraum verbunden, an dem die Zugänge zu Sport und Verpflegung liegen. Zu diesen Raumfolgen gehört auch die entschiedene, künstliche Topografie der Anlage.


Bauform und Nutzung – Sinn und Dichte erhalten, mit neuen Anforderungen ergänzen
Die Anordnung der Gebäude um den oberen Hof ist aus unserer Sicht untrennbar mit der alltäglichen Nutzung als Pausenbereich der anliegenden Klassen verbunden und soll, um diesen Zusammenhang nicht zu entleeren, weiterhin so genutzt werden, ergänzt um geringfügige Anbauten.
Die im Wochen- oder Tagesverlauf eher temporären Nutzungen sind über den zweiten Hof erschlossen und auch künftig sind die Ergänzungsnutzungen wie Sport und Betreuung von diesem ausgehend erreichbar und über zwei Niveaus direkt erschlossen.


Integrativ in Figur, Erschliessung und Höhenentwicklung
Neben diesen grundlegenden konzeptuellen Setzungen erhält das neue Gebäude mit dem gegebenen Fussabdruck der Halle eine differenzierte Höhenentwicklung, die den Massstab der bestehenden Anlage fortschreibt und wie diese von den umstehenden Baumkronen überragt wird. Die ruhige Ausdehnung in die Tiefe lässt die Dichte weiterhin im Schwerpunkt der Anlage.


Landschaft – Hierarchie und lokale Geschichten, Stärkung und Differenzierung
Die vorgegebenen Strukturen leiten das Projekt auch im Aussenraum. Die seitlichen Ränder mit Erdwall, grossen Bäumen und Wegen begleiten und begrenzen die Ausdehnung des Schulgeländes und sollen mit einzelnen Bäumen ergänzt und gestärkt werden, namentlich entlang der Wohnbebauung. Falls möglich soll ein Teil des Aushubs als Erhöhung des Erdwalls an der Stelle der geringsten Höhe genutzt werden, verbunden mit einer Aktivierung des Randes mit einzelnen Sitzbereichen und leichten Ausbuchtungen entlang des Weges.

Generell werden die Themen auf dem ursprünglichen landschaftsarchitektonischen Entwurf aufgebaut, unter Entsiegelung und maximalem Erhalt der unbebauten Flächen; so liegt der neue Hartplatz auf dem Dach der neuen Halle. Kletterpflanzen an den geschlossenen Fassaden mildern die Sommerhitze und reduzieren mit immergrünem Laub im Winter die Wärmeverluste. Die begrünten Wände haben auch einen hohen ökologischen Wert, sie bieten Vögeln und zahlreichen anderen Kleintieren Nistplätze und Lebensräume. Mit der Renovation der bestehenden Wege sollten die Holzzäune entfernt werden und die Bodenbeläge im Sinne des Zusammenhanges erneuert werden. Bewegliches Mobiliar sollte als weiterer Layer die alltägliche Nutzung anreichern.