Die Absicht, auf dem Kochareal, mitten in der Stadt, die Produktion von realen Dingen zu ermöglichen, ist der Anlass dieses Projektes. Die Herstellung von Gütern in Städten ist eine Konstante der Geschichte der Zivilisation und für ein urbanes Leben und das Überleben der Stadt nicht nur wünschenswert, sondern vital.

Da solche Nutzungen unter heute vorherrschenden ökonomischen Betrachtungen nicht die höchsten Erträge erwirtschaften können, sind sie in den letzten Jahrzehnten unter dem Vorrang anderer Nutzungen wie der Dienstleistung oder dem Wohnen stark unter Druck geraten. Es ist nachvollziehbar, dass nur ein enorm wirtschaftliches, effizientes Gebäude die Voraussetzungen zur Aufnahme von Produktionsbetrieben bieten kann. Neben diesen „harten“ Faktoren wird es jedoch genauso wichtig sein, dem Gebäude eine eigene, innere Seele und einen eigenständigen Charakter zu geben, um es zu einem Ort der Aneignung im Alltag zu machen. Auf diesen Prämissen beruht unser Projekt.