Das Quartier Altstetten liegt seit einiger Zeit im Fokus grosser stĂ€dtebaulicher VerĂ€nderungen im Zuge der Verdichtung der Stadt. Von den Gleisen bis zum Areal Freilager entstehen neue Bauten. Als hohe QualitĂ€t bleibt das Gebiet weiterhin polyfunktional, mit einer angemessenen Durchmischung von Wohnen, Gewerbe und BĂŒronutzungen. Neben durchgrĂŒnten Wohnabschnitten nehmen grosse, weite Strassenabschnitte begleitende, meist „stumme“ GebĂ€ude den grössten Platz ein. Dazwischen finden sich glĂŒcklicherweise einzelne GebĂ€ude als „Überbleibsel“, die zwar klein sind, aber entscheidend fĂŒr den Charakter des Quartiers: so etwa die Backsteinhalle des Minimum, die GebĂ€ude der F+F, oder auch die aktuell existierende Liegenschaft der FlĂŒelastrasse 16. Diese zeigt einen starken Charakter mit einer ausgeprĂ€gten Übereckwirkung. Neben der PrĂ€senz als eigenstĂ€ndiges GebĂ€ude bildet das Haus den Kopf (oder das Ende) einer strassenbegleitenden HĂ€userzeile, die aus ganz verschiedenen Mitgliedern besteht und dennoch eine wahrnehmbare Einheit bildet.

Aus dieser doppelten Lesbarkeit lassen sich die meisten Eigenheiten des Neubaus erklĂ€ren: er gibt sich autonom, eigenstĂ€ndig und bleibt dabei Teil der gesamten Zeile. Der Zeile zugewandte Elemente sind etwa das in der Vertikalen erkennbare Treppenhaus und die bewegte Silhouette, die neu interpretiert werden. Sie werden wohl auch bei kĂŒnftigen VerĂ€nderungen der Nachbarn prĂ€gend sein. Als prĂ€gnantes Ende dieser Zeile zeigt das Volumen klare figurative Eigenschaften mit RĂŒcksprĂŒngen in den oberen Geschossen und aufragenden Elementen im Dachgeschoss. Im Sinne der Einbindung erhĂ€lt die Fassade eine zurĂŒckhaltende, grausilberne Fassade (Eternit und Aluminium), die erst aus der NĂ€he ihre dĂŒnnen, ĂŒberlappenden Tafeln zeigt. Das GebĂ€ude gibt sich so offen, einladend und zugĂ€nglich, solid am Boden stehend und dabei doch fast etwas fragil. Wie ein kleiner Elefant, der dank seinen charakteristischen Eigenheiten sehr gut neben den grossen Tieren rundum bestehen kann.